Das Projekt „Haus der Hoffnung“ – „Kibo no le“ in Natori, Japan
Warum Natori?
Die Bilanz der Katastrophe in der Stadt mit 80.000 Einwohnern ist erschreckend:
- 911 Tote, 879 identifiziert von Familien, 71 Vermisste
- 12.491 beschädigte Privathäuser, 1.104 provisorische Unterkünfte insgesamt, 5.397 darin lebende Menschen
„Hunderte von Familien, alten Menschen und Kindern leben heute noch in provisorischen Unterkünften, „Containerstädten“ gleich. Das Leben der Menschen findet dort in winzigen Wohnungen statt, in denen es keinerlei Möglichkeiten gibt, sich zusammenzusetzen und miteinander zu sprechen. Besonders alte Menschen, die oft alles verloren haben, sehnen sich danach, ihre Gedanken auszutauschen und über ihr Unglück reden zu können. Eine Chance, auch gemeinsam etwas kochen und essen zu können, wäre ein großes Glück. Das Gebäude soll aber auch den Kindern Möglichkeiten bieten. Von Kindern im Kindergartenalter, die unter Aufsicht spielen und schlafen können, bis hin zu Kindern im Grundschulalter, die ihre Hausaufgaben erledigen könnten. Das Zusammensein von Jung und Alt würde Möglichkeiten eröffnen, die ein Segen für die von diesem großen Unglück betroffenen Menschen wären.
Das Gebäude, welches wir schaffen wollen, wird ein permanentes
Gebäude sein. Es wird also bestehen bleiben, wenn die Behelfsheime
normalen Wohnhäusern gewichen sind. Die Planung und
Bauleitung übernimmt kein Geringerer als der weltberühmte Architekt
Fumihiko Maki, ein Freund des Stifterehepaares. Maki plant
derzeit u. a. ‚Tower 4’ auf ‚Ground Zero’. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit,
seine Erfahrungen und Zeit kostenlos in unser
Projekt einzubringen, weil er, wie auch die Stadtväter von Natori,
unser Vorhaben für eine großartige Sache hält.
Betrieben wird das Zentrum von der Kommune. Die Kosten belaufen
sich auf ca. 1,5 Million Euro. Der größte Teil davon soll über
Zustiftungen und Spenden eingeworben werden. Privatpersonen,
andere Stiftungen, aber auch Firmen möchten wir begeistern, sich
an diesem Projekt zu beteiligen.“
